Logo
Sie sind hier :: :: BHP B

 

Auszug aus der Prüfungsordnung des Golden Retriever Club e.V.

© Golden Retriever Club e.V.

Begleithundeprüfung B (BHP-B)

Es werden folgende Fächer geprüft:
  1. Leinenführigkeit
  2. Folgen frei bei Fuß
  3. Sitz in Verbindung mit Herankommen
  4. Halt auf Entfernung mit Abholen
  5. Ablegen und außer Sicht gehen
  6. Bringen eines Dummies
  7. Schuss- und Geräuschgleichgültigkeit. Dieser Prüfungsteil wird nicht benotet. Schussscheue Hunde können die Prüfung nicht bestehen.

1. Leinenführigkeit

Der angeleinte Hund hat sich bei jeder Gangart dicht an der linken Seite auf Höhe des Hundeführers (HF) zu bewegen. Auf Anordnung des Richters ist die Übung in allen Gangarten mit Rechts-, Links- und Kehrtwendungen vorzuführen. Ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen ist nur bei Beginn und Wechsel der Gangart zulässig. Bleibt der HF stehen, so hat sich der Hund auf ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen sofort an der linken Seite des HF zu setzen. Die Führerleine muss während des Führens lose hängen. Auf Anweisung des Richters geht der HF mit seinem Hund durch eine Gruppe von mindestens vier Personen und hat innerhalb der Gruppe mehrere Male stehen zu bleiben. Die Gruppe bewegt sich auf und ab und durcheinander. Der Hund hat sich dabei unbeeindruckt zu verhalten.

2. Folgen frei bei Fuß

Auf Anordnung des Richters wird der Hund abgeleint. Die Leine hat sich nicht mehr in der Hand des HF zu befinden. Nun folgt die gleiche Übung wie unter 1. Leinenführigkeit beschrieben.

3. Sitz in Verbindung mit Herankommen

Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei neben ihm laufenden Hund auf ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen geradeaus. Nach ungefähr 10 bis 12 Schritten hat sich der Hund auf ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen zu setzen oder zu legen. Der HF darf dabei nicht stehen bleiben. Ohne Einwirkung auf den Hund und ohne sich umzusehen, geht der HF noch 20 Schritte in gerader Richtung weiter, dreht sich zum Hund um und bleibt stehen. Auf Anweisung des Richters ruft der HF den Hund heran. Freudig, in schneller Gangart und auf direktem Weg hat sich der Hund seinem HF zu nähern und auf ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen vor oder neben diesen zu setzen. Danach wird der Hund angeleint.

4. Halt auf Entfernung mit Abholen

Der HF geht mit seinem Hund einige Schritte geradeaus und lässt ihn dann frei laufen. Ist der Hund 10 bis 20 m vom HF entfernt, so gibt dieser nach Anweisung des Richters ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen, worauf der Hund sich zu setzen oder zu legen hat. Der HF geht dann in normalem Schritttempo auf den Hund zu und dicht an ihm vorbei. Nachdem der HF sich etwa 20 m vom Hund entfernt hat, kehrt er zu seinem Hund zurück, lässt ihn sitzen und leint ihn an. Der Hund muss bis zur entsprechenden Aufforderung an seinem Platz bleiben.

5. Ablegen und Außer-Sicht-gehen

Der HF legt seinen Hund ohne Leine ab. Der HF geht in mindestens 25 m Entfernung zum Hund außer Sicht, so dass der Hund den HF nicht sehen kann. Der Hund muss 5 Minuten (Toleranz 20 Sekunden) ruhig, ohne zu jaulen und zu kläffen, auf seinem Platz liegen bleiben. Ein Aufrichten ist nur in Sitzstellung erlaubt. Auf Anweisung des Richters kommt der HF wieder zu einem Hund zurück, lässt ihn sitzen und leint ihn an. Der Hund darf beim Abholen am HF nicht hochspringen.

6. Bringen eines Dummies

Der neben dem HF frei sitzende Hund hat auf ein einmaliges Hör-/Sichtzeichen in schneller Gangart auf einen vorher etwa 10 m geworfenen Dummy zuzulaufen. Der Hund muss den Dummy sofort aufnehmen und seinem HF in schneller Gangart auf direktem Weg zurückbringen. Das einmalige Hör-/Sichtzeichen zum Apportieren darf erst auf Anweisung des Richters gegeben werden. Der Hund darf den Dummy erst ausgeben, wenn der HF das einmalige Hör-/Sichtzeichen dazu gibt. Der HF hat solange in Grundstellung zu bleiben, bis der Hund sich wieder links neben ihn gesetzt hat.

7. Schussgleichgültigkeit

Der HF und der frei laufende Hund entfernen sich vom Schützen. Die Schüsse werden abgegeben, sobald der Hund eine Mindestdistanz von 25 m und eine Maximaldistanz von 50 m zum Schützen erreicht hat und dem Schützen den Rücken zeigt. Bei allen drei Schüssen soll eine Distanz von mindestens 15 m zwischen HF und Hund gegeben sein. Die Schüsse erfolgen in die vom Hund entgegengesetzte Windrichtung in die Luft.

8. Gleichgültigkeit gegenüber Umwelteinflüssen

Der HF geht mit seinem frei laufenden Hund an drei bis vier Geräuschquellen vorbei (z.B. Auto mit Hupe, Fahrrad mit Klingel, Dose mit Steinen, Türschlagen).

Benotung

Die Benotung findet nach einem Punktesystem statt. Als Grundlage dient der Prüfungsbogen.

In jedem Fach sind maximal 4 Punkte zu erreichen. Die maximal erreichbare Punktzahl in dieser Prüfung beträgt 24 Punkte.

Bestanden hat der Hund, der in der Gesamtwertung mindestens 12 Punkte erreicht hat. Der Hund, der in einer Disziplin keinen Punkt erreicht oder schussscheu ist, besteht die Prüfung nicht.

Bewertung

22 Punkte bis 24 Punkte = sehr gut
19 Punkte bis 21 Punkte = gut
12 Punkte bis 18 Punkte = bestanden

 

 


Kontakt | Anfahrt | Impressum | Gästebuch | Sitemap